Kurz vor der partiellen Sonnenfinsternis war es soweit: Nach mehr als zwei Jahren konnte das „Rembold Observatorium“ an der Sternwarte in Waldbröl endlich offiziell eingeweiht werden. Es hätte keinen schöneren Zeitpunkt dafür geben können, da waren sich alle Anwesenden einig. Das Sonnenlicht brach sich über der Kuppel, Stifter Dr. Jürgen Rembold und zahlreiche Astronomiebegeisterte zeigten sich beeindruckt von dem Bau und beim Blick ins Innere des Nebenlabors: Unter der Kuppel hat ein Teleskop Platz gefunden mit einem großen Spektrografen, der eine noch umfassendere Beobachtung und Erforschung der Sterne mittels analytischer Messungen ermöglicht.
Das neue Observatorium steht exakt an der Stelle, wo die Sternwarte auf einem Hügel in Schnörringen/Waldbröl vor über 20 Jahren mit einer Holzhütte und einem Teleskop von Freunden der Astrophysik ihre Geburtsstunde erlebte. Die jüngste Erweiterung durch das „Rembold Observatorium“ ist ein wichtiger Baustein für die Betreiber der Sternwarte, die getreu dem Motto „Visionen umsetzen und Träume wahr werden lassen“ von den Astrophysikern Dr. Thomas Eversberg und Dr. Klaus Vollmann mit Unterstützung zahlreicher Ehrenamtler Stück für Stück über fast zwei Jahrzehnte realisiert wurde.
Heute besitzt die Sternwarte das größte Hauptteleskop in ganz Nordrhein-Westfalen, das einst Profibeobachtungen auf dem hohen Wendelstein in Bayern diente. Die Sternwarte bietet außerdem ein hochmodernes Schülerlabor, das umfangreich mit Instrumenten ausgestattet ist und von allen Schulen im Bergischen genutzt werden kann sowie einen professionellen Seminarraum, in dem nach der Einweihung des Rembold Observatoriums die partielle Sonnenfinsternis in Profiqualität auf einen Bildschirm gebeamt wurde.
Ein ganz besonderer Abend mit beeindruckenden, engagierten Menschen und einmaligen Himmelsbeobachtungen endet mit der Hoffnung auf viele Sternschnuppen, die in dieser Nacht den Himmel weiter verzaubern sollen.



































