Wipperfürth startet mit „Drück mich – und wir helfen dir“
Erste Klingel an der Nähwerkstatt „Fadenspiel“ angebracht
Mit einer kleinen Klingel und einer großen Idee soll Wipperfürth ein Stück
barrierefreier werden. Gemeinsam mit der Hansestadt Wipperfürth hat die
Lebensbaum GmbH das Projekt „Drück mich – und wir helfen dir“ offiziell vorgestellt.
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Ziel der Initiative ist es, Menschen den Zugang zu Geschäften, Arztpraxen und öffentlichen Einrichtungen zu erleichtern, wenn Treppen, Stufen oder andere Hindernisse den Weg versperren.
Zur Auftaktveranstaltung vor den Räumlichkeiten der Ambulanten Pflege der
Lebensbaum GmbH begrüßte Geschäftsführer Bernhard Rappenhöner zahlreiche Gäste. Bürgermeisterin Anne Loth, Dr. Jürgen Rembold von der Rembold Stiftung und Frank Bärhausen, Initiator der „Drück mich“- Klingel, richteten anschließend Grußworte an die Anwesenden. Bärhausen war eigens aus Köln angereist, um den Projektstart persönlich zu begleiten.
Ebenfalls anwesend waren Alexandra Abel, Senioren- und Pflegeberaterin der
Hansestadt Wipperfürth, sowie Vertreterinnen des Inklusionsbeirates.
Die Idee hinter der „Drück mich“-Klingel ist ebenso einfach wie wirkungsvoll:
Ein gut sichtbares Schild mit einer Funkklingel wird im Eingangsbereich eines
Geschäfts oder einer Einrichtung angebracht. Ist der Zugang beispielsweise
durch Stufen oder eine schwer zu öffnende Tür erschwert, können Menschen
per Knopfdruck auf sich aufmerksam machen. Im Inneren signalisiert ein
Funkempfänger, dass Unterstützung benötigt wird. Mitarbeitende können
anschließend hinausgehen und beim Betreten der Räumlichkeiten helfen. Das
Angebot richtet sich nicht nur an Menschen im Rollstuhl, sondern ebenso an
ältere Menschen mit Rollator, Eltern mit Kinderwagen oder Personen, die
vorübergehend in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.
„Oft braucht es keine aufwendigen Umbaumaßnahmen, um Barrieren
abzubauen. Manchmal genügt eine einfache Idee und die Bereitschaft, einem
Menschen zu helfen. Mit der ‚Drück mich‘-Klingel schaffen wir genau diese
Möglichkeit und ermöglichen vielen Menschen den Zugang zu Orten, die ihnen
sonst verschlossen bleiben würden“, sagte Bernhard Rappenhöner.
Die Lebensbaum GmbH engagiert sich gemeinsam mit der Rembold Stiftung bereits seit mehreren Jahren für das Projekt und hat die Umsetzung unter anderem in Rösrath, Engelskirchen und Radevormwald begleitet.
Im Anschluss an die Vorstellung wurde die erste „Drück mich“-Klingel in
Wipperfürth offiziell angebracht. Das „Fadenspiel – Die Nähwerkstatt“ der
Inhaberinnen Claudia Stawiarski und Bettina Egger macht den Anfang. Drei
Stufen erschweren dort bislang den Zugang zum Geschäft. Künftig genügt ein
Knopfdruck, damit Kundinnen und Kunden Unterstützung erhalten.
Finanziell ermöglicht wird das Projekt durch die Rembold Stiftung, die die
Anschaffung der Klingeln und Hinweisschilder unterstützt. Zum Projektstart
stehen zunächst 50 Klingeln zur Verfügung. Diese können von interessierten
Geschäften, Arztpraxen und weiteren Einrichtungen kostenfrei über Alexandra
Abel bei der Hansestadt Wipperfürth oder über die Lebensbaum GmbH
angefragt werden.
Die Verantwortlichen hoffen nun auf viele weitere Teilnehmer. Denn jede
zusätzlich installierte Klingel bedeutet ein Stück mehr Teilhabe und macht
Wipperfürth für alle Menschen ein Stück zugänglicher.
Quelle: Lebensbaum GmbH