Sichtbar engagiert: Sechs Freiwilligenagenturen erhalten
„Wünsch Dir was“-Preis 2026
Rembold Stiftung vergibt insgesamt 12.000 Euro an bagfa-Mitglieder
Wie groß der Ideenschatz der bundesweit engagierten Freiwilligenagenturen ist, zeigte erneut der „Wünsch Dir was“-Preis 2026. 29 Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V. (bagfa) reichten ihre Bewerbungen mit verschiedenen Projektideen und Wünschen für den Wettbewerb ein. Sechs von ihnen erhielten nun ein Preisgeld von insgesamt 12.000 Euro von der Rösrather Rembold Stiftung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements.
Bei der feierlichen Preisverleihung im Juni wurden die zuvor von Stifter Dr. Jürgen Rembold mit Unterstützung der bagfa-Geschäftsstelle persönlich ausgewählten Gewinnerinnen im Rahmen der 27. Jahrestagung der Freiwilligenagenturen in Würzburg ausgezeichnet.
Zum Start der Preisverleihung begrüßte Dr. Rembold die rund 170 anwesenden Ehrenamtler und dankte ihnen für die vielen eingereichten Bewerbungen mit den Worten: „Seit über zehn Jahren fördere ich jetzt Preise für die Freiwilligenagenturen und das immer wieder gerne, weil die Ziele meiner Stiftung und die der Freiwilligenagenturen sehr ähnlich sind: Engagement zu fördern und zu vermitteln, wo dies möglich ist“. Rembold überreichte die Urkunden an die Preisträgerinnen, Vertreter der Freiwilligenagenturen stellten in kurzen Interviews ihre Projektideen vor.
Die Preisträger:innen und ihre Ideen im Überblick:
Freiwilligenagentur Jena:
Aufbau einer lokalen „Faktenchecker-Gruppe“ – 2.400 Euro
Die Freiwilligenagentur in Jena baut eine lokale Faktenchecker-Gruppe gegen Desinformation auf. Den Initialfunken für den Start stellt ein Faktenpicknick auf einer Streuobstwiese dar, bei dem die Gruppe und interessierte Freiwillige zusammenkommen. Die Idee fügt sich gut in die Ausrichtung der Agentur ein, die einen Fokus auf Demokratiearbeit legt.
Freiwilligen-Agentur TATENDRANG München:
„Anpacken macht Schule – Engagementförderung in Berufsschulen“ – 2.500 Euro
Mit der Idee „Anpacken macht Schule“ bringt die Freiwilligenagentur TATENDRANG das Thema direkt an Münchner Berufsschulen: Die Agentur erarbeitet gemeinsam mit einer Gruppe von Schüler:innen ein Konzept, um freiwilliges Engagement an Berufsschulen bekannt zu machen. Die Schüler:innen entwickeln mit Unterstützung der Kolleg:innen ein konkretes Engagementprojekt, bei dem alle mitmachen können. In dem Projekt sollen auch ein Social Media-Konzept sowie Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit enthalten sein.
Servicestelle Ehrenamt Landratsamt Würzburg:
Aufbau und Qualifizierung gemeindlicher Ehrenamtsbeauftragter – 2.900 Euro
Die Servicestelle Ehrenamt im Landratsamt Würzburg möchte kommunale Engagementbeauftragten in einem großen Flächenlandkreis unterstützen. In Zeiten knapper Haushaltskassen schnürt sie Starter-Pakete für alle benannten Ehrenamtsbeauftragen und setzt ein motivierendes Zeichen mit ersten Vernetzungstreffen. Langfristig soll ein verbindliches Netzwerk von kommunalen Engagementakteuren entstehen.
Freiwilligen-Agentur Leipzig e.V.
„Engagementhausen – unsere Stadt zum Mitmachen!“ – 1.700 Euro
Die Freiwilligenagentur Leipzig möchte mit „Engagementhausen“ eine kreative Mitmachaktion rund um ein großes Playmobil-Schaufenster umsetzen. Es soll die Stadt als lebendigen Ort des freiwilligen Engagements zeigen. Vereine, Initiativen und Bürger:innen gestalten gemeinsam eine bunte Miniaturstadt mit Szenen aus verschiedenen Engagementbereichen. Begleitet wird die Aktion von einer Social Media-Kampagne.
Kölner Freiwilligen Agentur e.V.
„‚Initiative lohnt sich‘ – Schüler engagieren sich gemeinsam“ – 1.500 Euro
Schüler:innen engagieren sich mit der gesamten Klasse – das steckt hinter der Idee „Initiative lohnt sich“ der Kölner Freiwilligenagentur. Im Vordergrund steht das tatkräftige gemeinsame Anpacken. Als Pilotprojekt verschönern Kölner Schüler:innen die Räumlichkeiten einer Einrichtung für wohnungslose Menschen. So lernen die jungen Menschen auch andere Lebensrealitäten außerhalb ihres Alltags kennen und werden für ein lebenslanges Engagement begeistert.
Ehrenamtsagentur Gelsenkirchen e.V.
„Stadtrundfahrt zu Orten, an denen Ehrenamt gelebt wird“ – 1.000 Euro
Erleben statt erklären: So lautet das Motto der Idee „Stadtrundfahrt zu Orten, an denen Ehrenamt gelebt wird“. Bei der Tour in einem Kleinbus erleben Menschen in vier Stunden drei unterschiedliche Orte, wo Engagement gelebt wird. Vor Ort berichten Freiwillige persönlich über ihre Tätigkeit. Statt Informationen durch beispielsweise eine Broschüre findet authentische Begegnung statt. Die Freiwilligenagentur macht so Einsatzstellen und Orte des Engagements erlebbar und baut Hemmschwellen zum Mitmachen ab.